::NICA VIPZ::
Zusammenarbeit mit der Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft Wuppertal

GEW Wuppertal
Seit einer Reise von Lehrerinnen und Lehrern nach Nicaragua im Jahr 1988 unterstützt der Stadtverband Wuppertal der DGB-Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft (GEW) die Arbeit der nicaraguanischen Lehrergewerkschaft ANDEN.

Nach der politischen Wende in Nicaragua erschien es uns um so wichtiger, die Arbeit der gewerkschaftlich aktiven Kolleginnen und Kollegen zu ermöglichen. So leistet das Projekt der ANDEN-Kollegin Olivia Alvarez A. in Matagalpa, der nicaraguanischen Partnerstadt von Wuppertal, einen wichtigen Beitrag zur Verbesserung der Situation der Lehrerinnen und Lehrer vor Ort.

Als GewerkschafterInnen haben wir die Aufgabe, über die Grenzen von Ländern und Kontinenten hinweg von Basis zu Basis Solidarität zu praktizieren in einer Welt, in der alle aufeinander angewiesen sind. Wir haben uns auf die Unterstützung des kleinen Projektes der LehrerInnenausbildung in Matagalpa und Umgebung konzentriert und fühlen uns politisch und moralisch verpflichtet, die einmal begonnene Hilfe weiterhin zu garantieren und verlässliche Partner zu sein. Von Anfang an bot die Zusammenarbeit mit Olivia gute Voraussetzungen für erfolgreiche Zusammenarbeit und funktionierende Kooperation: Sie ist eine aktive Vertrauensperson, die Verantwortung trägt, Vereinbarungen einhält, Gelder vertragsgemäß verwendet, Abrechnungen genau durchführt und regelmäßig mit uns in Kommunikation steht. Wir kennen sie persönlich und vertrauen ihr und ihren Mitarbeiterinnen den verantwortungsvollen Umgang mit den Spendengeldern an.

Im Rahmen ihres Deutschland-Besuches, zu dem der Verein für Volksbildung und internationale pädagogische Zusammenarbeit (VIPZ) Olivia Alvarez und ihre Kollegin Blanca Lidia Rivera zum 10 jährigen Bestehen des Projektes "Lehrerfortbildung" im Dezember 1998 nach Deutschland eingeladen hatte, kamen die Nicaraguanerinnen auch nach Wuppertal, so dass wir Gelegenheit zu einem Erfahrungsaustausch hatten. Olivia war auch schon im November 1990 bei uns zu Gast gewesen.

Wir haben eine von der Unesco erstellte Materialmappe mit Fortbildungseinheiten zur Weiterbildung von LehrerInnen besorgt, mit der Olivia und ihre Kolleginnen Blanca und Perla seit Sommer 1997 arbeiten. Nicht ohne Genugtuung betonen sie, dass sie mit Hilfe dieses ausgezeichneten Materials den LehrerInnen eine bessere inhaltliche Bearbeitung bieten können, als sie sie in der Pädagogischen Hochschule erhalten.

In der viermal jährlich regelmäßig erscheinenden Zeitschrift der GEW Wuppertal erhalten die Mitglieder kontinuierlich Informationen über unser Projekt. Vor Weihnachten wird ein Spendenaufruf veröffentlicht. Mit Hilfe unserer Spenden ist etwa die Hälfte der monatlichen Seminare in Matagalpa sichergestellt.

Die zunehmende Globalisierung der Märkte, Börsen und Kommunikationssysteme führt weltweit zu einer immer tiefer werdenden Kluft zwischen Arm und reich und zu einer zunehmenden Verarmung und Verelendung von Milliarden von Menschen, denen ihr Recht auf Nahrung, Wohnung, Gesundheit, Bildung und Bürgerbeteiligung verwehrt ist. Aufgabe aller Gewerkschaften, Verbände und Organisationen, sofern sie sich als eine Basisorganisation verstehen, muss es sein, dieser Globalisierung der Mächtigen eine Vernetzung von unten, das heißt eine Solidarisierung mit den Basisgruppen der Armen entgegenzusetzen.

Seit April des Jahres 2002 übernimmt der Verein für Volksbildung und internationale pädagogische Zusammenarbeit (VIPZ), Postbank Frankfurt, Kontonummer 3887 68 601, BLZ 500 100 60 den Transfer der Spenden aus Wuppertal.