López: Güegüense

Die Geschichte des respektlosen, aufmüpfigen, schlauen, spitzbübischen und immer zum Tanzen aufgelegten Güegüense

Textauszüge (S.7,11,19,31):

Empört kam der Polizeihauptmann zurück zu Don Gregorio.”Diese Indianer sind frech und aufmüpfig. Kein einziges Goldstück, kein Geld haben sie bei meinen Soldaten abgeliefert. Einer hat mir eine Schaufel mit Mist gegeben, den gerade eine Ziege auf der Weide gemacht hatte. ‘Der Herr Statthalter kann sich darauf setzen und seinen Hintern wärmen, wenn es ihn friert’, hat er gesagt. Und alle anderen haben gelacht.” ”Wer war das?” brüllte der Statthalter. ”Güegüense, der Schlimmste der Indianer. …” (S.7)

”Du also bist Güegüense, der mir kein Gold und kein Geld geben will!” schnaufte er. ”Aber Herr Statthalter. Gold haben wir schon lange nicht mehr”, antwortete Güegüense. ”Das habt ihr Spanier schon vor vielen Jahren bekommen. Und unser letztes Geld habt Ihr doch selbst im letzten Jahr einkassieren lassen.” (S.11)

”Einer Deiner Söhne muß hierbleiben und für mich arbeiten.” … ”Oh ja, das kann er”, sagte der Alte: ”Er kocht Euch Fladen aus Mais und Maispudding und einen Maisauflauf und Maisbrei und Maissalat. Und dazu braut er Euch einen vorzüglichen Maisschnaps.” Don Gregorio bekam bei dem Gedanken, jeden Tag Mais zu essen, Bauchschmerzen. Er war anderes Essen gewohnt. (S.19)

”Sechs mal habe ich den dicken Statthalter überlistet. Er wollte Gold und Geld von mir und bekam nichts. Die Erlaubnis für den Handel vergaß er. … Das Tanzen wollte er verbieten …” (S.31)