VipZ in Nicaragua (3)

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3. Die Frage also für den Verein zur Erforschung und Förderung von Volksbildung und internationaler pädagogischer Zusammenarbeit e.V. (VipZ): Was tun? Was ist nötig?

Unser Umhören bei Aktiven und Kundigen, Berichte von Reisenden, unser Nachfragen bei staatlich Verantwortlichen, z.B. bei der nicaraguanischen Botschafterin in Berlin, Briefe von Freiwilligen, Berichte von Lehrerinnen und Lehrern aus den Dörfern um Matagalpa u.v.a. zeigen, dass wohl manches besser geworden ist: Schulen haben in den Dörfern schon eine gewisse Tradition, sie sind selbstverständlicher als im Jahrzehnt nach der Revolution von 1979, in dem wir gestartet sind. Der Lehrerberuf erscheint besser etabliert. – Doch, so erfahren wir: Viele Kinder beginnen die Grundschule, aber nur ein deutlich kleinerer Teil schließt sie ab; es fehlt in Dorfschulen an Dingen, die über das für’s Lesen, Schreiben, Rechnen Notwendige hinausgehen: an Musikinstrumenten, Kostümen für kulturelle Veranstaltungen, z.B. für traditionellen Tanz, an Ausstattung für Schulgärten, an Sportgeräten; eine Lehrerin träumt von einem Computer für den Unterricht, einer von einem Sonnenkollektor auf dem Schuldach oder von einer kleinen Schulbibliothek. Manche dieser Themen, etwa im Bereich naturwissenschaftlicher und kultureller Bildung, wurden in den letzten Jahren in den Lehrplan aufgenommen, aber die Realisierungsmöglichkeiten in den Schulen sind oft nicht gegeben oder sehr begrenzt.

Da sehen wir aktuell deutlichen Bedarf und ein mögliches Arbeitsfeld: Unterstützung von Lehrerinnen und Lehrern in ihrem Unterricht – an ihren Schulen. Dabei gilt für uns: Was der Staat tun muss, will, kann – das wollen wir gerne ihm überlassen. Wir sind stets zuerst am Abchecken: Müsste der Staat das leisten? Tut er’s? Kann er’s? Sollen, können wir hier was beitragen? – Das ist jetzt das Eine: Die Not, Notwendigkeiten in einzelnen Schulen näher unter die Lupe zu nehmen.

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